Produktbeschreibung
Progesteron ist ein endogenes Steroid- und Gestagenhormon, das als primäres Gestagen im menschlichen Körper dient. Es handelt sich um ein 21-Kohlenstoff-Steroidhormon, das von ovarialen Lutealzellen ausgeschieden wird und als wichtiges Zwischenprodukt bei der Synthese aller Steroidhormone fungiert. Sie existiert in zwei kristallinen Formen, α-Typ und β-Typ, beide mit identischer physiologischer Aktivität. Die α-Form kristallisiert als orthorhombische weiße Prismen aus verdünntem Ethanol, während die β-Form als orthorhombische weiße Nadeln erscheint. Beide Formen sind in Wasser nahezu unlöslich, lösen sich aber gut in Ethanol, Ether, Chloroform, Aceton, Dioxan und konzentrierter Schwefelsäure.
Chemische Eigenschaften
| Parameter | Wert |
| Schmelzpunkt | 128–132 °C (wörtlich) |
| Alpha | 186º (c=1, Ethanol) |
| Siedepunkt | 394,13°C (grobe Schätzung) |
| Dichte | d23 1.166; d20 1.171 |
| Brechungsindex | 182 ° (C=2, Dioxan) |
| FP | 2°C |
| Lagertemperatur. | Raumtemperatur |
| Löslichkeit | H2O: 25 mg/mL, kann klar bis leicht verschwommen sein |
| Form | Pulver |
| Farbe | Gelb bis gelb-braun |
| Biologische Quelle | synthetisch (organisch) |
| Wasserlöslichkeit | <0.1 g/100 mL at 19 ºC |
| Merck | 7773 |
| BRN | 1915950 |
| BCS-Klasse | 4 |
| Stabilität | Stabil. Inkompatibel mit starken Oxidationsmitteln. |
| InChIKey | RJKFOVLPORLFTN-LEKSSAKUSA-N |
| LogP | 3.87 |
| CAS DataBase Referenz | 57-83-0 (CAS-Datenbankreferenz) |
| NIST-Chemiereferenz | Progesteron (57-83-0) |
| EPA-Substanzregistersystem | Progesteron (57-83-0) |
Sicherheitsinformationen
| Gegenstand | Wert |
| Gefahrencodes | Xn,T,F |
| Risikoberichte | 40-45-62-36-20/21/22-11 |
| Sicherheitsaussagen | 36/37-45-53-16 |
| RIDADR | UN 1648 3 / PGII |
| WGK Deutschland | 3 |
| RTECS | TW0175000 |
| HS-Code | 29372390 |
| Daten zu gefährlichen Stoffen | 57-83-0 (Daten zu gefährlichen Stoffen) |
| Toxizität | LD50 intraperitoneal bei Ratte: 327 mg/kg |
Produktanwendung
Progesteron hat unter Östrogenstimulation entscheidende morphologische Auswirkungen auf das Endometrium und ist für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft unerlässlich. In der späten Menstruationsphase arbeitet es mit Östrogen zusammen, um die endometriale Reifung und den Übergang von der proliferativen in die sekretorische Phase voranzutreiben und so die Implantation und Entwicklung des Embryos zu unterstützen. Während der Menstruation fördert es eine vollständige Endometriumabstufung.
