Xylol

CAS-Nummer:1330-20-7
Chemische Formel:C8H10
Synonyme:
SCINTIVERSE I COCKTAIL, HYDRANAL-XYLEN, XYLENE, XYLOL-MISCHUNG VON ISOMEREN, 4X25 ML
Aussehen:Farblose Flüssigkeit
HS-Code:29024400
Mindestbestellmenge (MOQ):1 FCL (Full Container Load)

Produktbeschreibung von Xylol CAS-Nr. 1330-20-7
Xylol (Dimethylbenzol) ist eine farblose, klare aromatische Flüssigkeit, die entsteht, wenn zwei Wasserstoffatome am Benzolring durch Methylgruppen substituiert werden. Es weist einen Siedepunktbereich von 137–140 °C auf. Je nach der Position der beiden Methylsubstituenten existiert Xylol in drei Isomeren: ortho-Xylol, meta-Xylol und para-Xylol. In industriellen Anwendungen bezeichnet Xylol üblicherweise ein Gemisch dieser Isomere sowie Ethylbenzol. Handelsübliche Qualitäten erfüllen typischerweise die Spezifikationen für Siedebereiche der Premium- und ersten Güteklasse von 3 °C bzw. 5 °C. Xylol ist mit Ethanol, Chloroform und Diethylether mischbar, jedoch in Wasser unlöslich. Es findet breite Anwendung als organisches Lösungsmittel sowie bei der Synthese von Pharmazeutika, Beschichtungen, Harzen, Farbstoffen, Sprengstoffen und Pestiziden. Xylol weist eine mäßige Toxizität sowie ein potenzielles karzinogenes Risiko auf. Seine Emissionen in die Umwelt stammen hauptsächlich aus der Herstellung von Kunstfasern, Kunststoffen, Kraftstoffen, Gummi, Beschichtungsadditiven, Klebstoffen und Abdichtungsmaterialien sowie aus der Kraftstoffverbrennung und aus Tabakrauch.

Xylol

Parameter

ParameterWert
Schmelzpunkt-34 °C
Siedepunkt137-140 °C (Lit.)
Dichte0,86 g/mL bei 25 °C (Lit.)
Dampfdichte3,7 (gegenüber Luft)
Dampfdruck18 mm Hg (37,7 °C)
Brechungsindexn20/D 1.497(lit.)
Fp77 °F (lit.)
Lagertemp.Bereich für brennbare Stoffe
LöslichkeitChloroform (löslich), Methanol (leicht)
bildenFlüssig
FarbeAPHA: ≤10
Geruchsüßer Geruch
Explosionsgrenze7 %
Wasserlöslichkeit<0,1 g/L (20 °C)
Merck14.10081
BRN1901563
ExpositionsgrenzenACGIH: TWA 100 ppm; STEL 150 ppm OSHA: TWA 100 ppm (435 mg/m³)
Dielektrizitätskonstante10.0 (Umgebungsgeräusche)
Stabilität:Flüchtige, entzündliche Stoffe und ihre Dämpfe bilden bei Raumtemperatur explosive Gemische mit Luft.
InChIKeyKAKOUNRRKSHVJO-UHFFFAOYSA-N
LogP3,16 bei 20 °C
CAS-Datenbankreferenz1330-20-7 (CAS-Datenbankreferenz)
IARC3 (Bd. 47, 71) 1999
EPA-SubstanzregistersystemXylol (1330-20-7)

Sicherheitsinformationen

ArtikelDetails
GefahrencodesXn,F
Risikohinweise10-20/21-38-36/38-65-48/20
Sicherheitshinweise25-36/37-62
RIDADRUN 1307 3/PG 3
OEBA
OELTWA: 100,0 ppm; 435,0 mg/m³, STEL: 150,0 ppm; 655,0 mg/m³
WGK Deutschland2
RTECSZE2100000
Selbstentzündungstemperatur867 °F
TSCAJa
Gefahrenklasse3
VerpackungsgruppeII
HS-Code29024400
Daten zu Gefahrstoffen1330-20-7 (Daten zu Gefahrstoffen)
ToxizitätLD50 oral bei Ratten: 4300 mg/kg

Produktanwendung von Xylol CAS-Nr. 1330-20-7

Xylol ist ein wichtiger chemischer Rohstoff in der chemischen Industrie. Die Methylseitenketten des Xylols können zu Carboxylgruppen (–COOH) oxidiert werden, wodurch die entsprechenden Carbonsäuren entstehen. Die Oxidation von ortho-Xylol liefert Phthalsäure, während die Oxidation von para-Xylol Terephthalsäure ergibt. Terephthalsäure ist ein wichtiger Ausgangsstoff für die Polyesterherstellung. Sie reagiert mit Ethylenglykol zu Polyethylenterephthalat (PET), einem der am häufigsten verwendeten Kunststoffe für Lebensmittel- und Getränkeverpackungen. PET-Produkte tragen den Recyclingcode „1“ und sind unter den Handelsnamen Polyester, Dacron oder Mylar (Folienqualität) bekannt. Von den drei Xylol-Isomeren hat para-Xylol die größte, meta-Xylol die geringste Marktnachfrage. Der weltweite jährliche Verbrauch von Xylolen liegt bei rund 30 Millionen Tonnen.

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