Ethylenglykol, CAS-Nummer 107-21-1

CAS-Registrierungsnummer:107-21-1

Molekularformel:C2H6O2

Alternative Namen:

2-Hydroxyethylalkohol

Aliphatische dihydroalkohole

Ethylenglykol

Äußeres ErscheinungsbildKlare, farblose Flüssigkeit

Mindestbestellmenge:Eine volle Containerladung

Produktdetails

Ethylenglykol wurde erstmals im Jahr 1859 künstlich hergestellt. Doch erst in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erregte es breite Aufmerksamkeit in Bezug auf die öffentliche Gesundheit. Insbesondere die ersten offiziell dokumentierten tödlichen Fälle, die auf die Einnahme von Ethylenglykol zurückzuführen waren, traten bei achtzehn Militärangehörigen auf, die Frostschutzmittel als Ersatz für alkoholische Getränke konsumierten.

Medizinische Experten haben schon lange festgestellt, dass Opfer, die Ethanol zusammen mit Ethylenglykol zu sich nehmen, länger leben als solche, die nur Ethylenglykol einnehmen. Dennoch begannen Forscher erst in den 1960er Jahren mit formellen Studien zur Anwendung von Ethanol als Gegenmittel bei Ethylenglykolvergiftungen.

Bis heute stellt die Vergiftung durch Ethylenglykol weiterhin ein weit verbreitetes Problem der öffentlichen Gesundheit dar, insbesondere in den südöstlichen Regionen Amerikas, wo die Häufigkeit solcher Fälle relativ hoch ist. Im Jahr 2009 verzeichneten lokale Giftinformationsstellen in den USA 5282 Fälle, in denen Ratsuchende auf mögliche Kontakte mit Ethylenglykol hingewiesen hatten. Auch Fachleute auf dem Gebiet der Toxikologie sind der Ansicht, dass die tatsächliche Anzahl solcher Vorfälle weit höher ist als die offiziell erfassten Daten.

Ethylenglykol

Chemische Eigenschaften von Ethylenglykol

EigentumWert
Schmelzpunkt-13 °C (Lit.)
Siedepunkt195-198 °C
Dichte1,113 g/mL bei 25 °C (Lit.)
Dampfdichte2.1 (gegen Luft)
Dampfdruck0,08 mm Hg (20 °C)
Brechungsindexn20/D 1.431(lit.)
Fp230 °F
Lagertemp.2-8°C
LöslichkeitWasser: mischbar
bildenViskose Flüssigkeit
pka14,22 (bei 25 °C)
FarbeBlau
GeruchGeruchlos
PH6-7,5 (100 g/l, H2O, 20 °C)
Relative Polarität0.79
Explosionsgrenze3,2 % (V)
Wasserlöslichkeitmischbar
Gefrierpunkt-11,5℃
λmaxλ: 260 nm Amax: ≤0,03; λ: 280 nm Amax: ≤0,01
EmpfindlichHygroskopisch
Merck14,3798
BRN505945
ExpositionsgrenzenGrenzwert für Wasserdampf und Nebel in der Luft: 50 ppm (~125 mg/m³) (ACGIH); TWA 10 mg/m³ (Feinstaub) (MSHA).
Dielektrizitätskonstante37,0 (20 °C)
Funktionen der Inhaltsstoffe in KosmetikaFEUCHTMITTEL; LÖSUNGSMITTEL; VISKOSITÄTSREGLER
InChI1S/C2H6O2/c3-1-2-4/h3-4H,1-2H2
InChIKeyLYCAIKOWRPUZTN-UHFFFAOYSA-N
LÄCHELTOCCO
LogP-1,36 bei 25℃
Oberflächenspannung47,7 mN/m bei 20 °C
CAS-Datenbankreferenz107-21-1 (CAS-Datenbankreferenz)
NIST-Chemiereferenz1,2-Ethandiol (107-21-1)
EPA-StoffregistersystemEthylenglykol (107-21-1)

Sicherheitsinformationen

ArtikelEinzelheiten
GefahrencodesXn
Risikohinweise22-36-41
Sicherheitshinweise26-39-36/37/39
RIDADRUN3082
WGK Deutschland3
RTECSKW2975000
Selbstentzündungstemperatur752 °F
TSCATSCA gelistet
Gefahrenklasse9
HS-Code29053100
Speicherklasse10 - Brennbare Flüssigkeiten
GefahrenklassifizierungenAkute Toxizität 4 oral; STOT RE 2 oral
Daten zu Gefahrstoffen107-21-1 (Daten zu Gefahrstoffen)
ToxizitätLD50 bei Ratten, Meerschweinchen (g/kg): 8,54, 6,61 oral (Smyth); bei Mäusen (ml/kg): 13,79 oral (Bornmann)

Produktanwendung von Ethylenglykol CAS-Nr. 107-21-1

Es kann als Frostschutzmittel in Kühl- und Heizsystemen eingesetzt werden. Ebenso ist es geeignet für Hydraulikbremsflüssigkeiten sowie Enteisungsmischungen. Außerdem dient es als industrieller Feuchtigkeitsretter und als Lösungsmittel für Boressigsäure sowie Boratverbindungen in elektrolytischen Kondensatoren.

Diese Substanz dient als Lösungsmittel in den Bereichen Beschichtungstechnik und Kunststoffherstellung. Sie wird außerdem als Rohstoff für die Herstellung von Druckfarben, Flüssigkeiten zur Füllung von Tintenpatronen sowie Tinten für Kugelschreiber verwendet. Zudem fungiert sie als Weichmacher für Zelluloidfolien und als Stabilisierungsbestandteil für sojabasierte Löschschäume, die zur Bekämpfung von Öl- und Benzinbränden eingesetzt werden.

Darüber hinaus wird es weit verbreitet in der synthetischen Herstellung sicherer Sprengstoffe, Glyoxalverbindungen, alkydharzen auf Basis ungesättigter Ester, plastifizierender Zusatzstoffe, elastischer Polymermaterialien, künstlicher Textilfasern wie Terylen und Dacron sowie künstlicher Wachserzeugnisse eingesetzt. Neben industriellen Anwendungen kann es auch zur Erzeugung simulierter Rauch- und Nebeleffekte für Bühnenszenen verwendet werden.

Logistikinformationen

Schnelle Lieferzeit
Lagerbestand: 2-3 Werktage
Neue Produktion: 7-10 Werktage

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