Produktdetails
Ethylenglykol wurde erstmals im Jahr 1859 künstlich hergestellt. Doch erst in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erregte es breite Aufmerksamkeit in Bezug auf die öffentliche Gesundheit. Insbesondere die ersten offiziell dokumentierten tödlichen Fälle, die auf die Einnahme von Ethylenglykol zurückzuführen waren, traten bei achtzehn Militärangehörigen auf, die Frostschutzmittel als Ersatz für alkoholische Getränke konsumierten.
Medizinische Experten haben schon lange festgestellt, dass Opfer, die Ethanol zusammen mit Ethylenglykol zu sich nehmen, länger leben als solche, die nur Ethylenglykol einnehmen. Dennoch begannen Forscher erst in den 1960er Jahren mit formellen Studien zur Anwendung von Ethanol als Gegenmittel bei Ethylenglykolvergiftungen.
Bis heute stellt die Vergiftung durch Ethylenglykol weiterhin ein weit verbreitetes Problem der öffentlichen Gesundheit dar, insbesondere in den südöstlichen Regionen Amerikas, wo die Häufigkeit solcher Fälle relativ hoch ist. Im Jahr 2009 verzeichneten lokale Giftinformationsstellen in den USA 5282 Fälle, in denen Ratsuchende auf mögliche Kontakte mit Ethylenglykol hingewiesen hatten. Auch Fachleute auf dem Gebiet der Toxikologie sind der Ansicht, dass die tatsächliche Anzahl solcher Vorfälle weit höher ist als die offiziell erfassten Daten.

Chemische Eigenschaften von Ethylenglykol
| Eigentum | Wert |
| Schmelzpunkt | -13 °C (Lit.) |
| Siedepunkt | 195-198 °C |
| Dichte | 1,113 g/mL bei 25 °C (Lit.) |
| Dampfdichte | 2.1 (gegen Luft) |
| Dampfdruck | 0,08 mm Hg (20 °C) |
| Brechungsindex | n20/D 1.431(lit.) |
| Fp | 230 °F |
| Lagertemp. | 2-8°C |
| Löslichkeit | Wasser: mischbar |
| bilden | Viskose Flüssigkeit |
| pka | 14,22 (bei 25 °C) |
| Farbe | Blau |
| Geruch | Geruchlos |
| PH | 6-7,5 (100 g/l, H2O, 20 °C) |
| Relative Polarität | 0.79 |
| Explosionsgrenze | 3,2 % (V) |
| Wasserlöslichkeit | mischbar |
| Gefrierpunkt | -11,5℃ |
| λmax | λ: 260 nm Amax: ≤0,03; λ: 280 nm Amax: ≤0,01 |
| Empfindlich | Hygroskopisch |
| Merck | 14,3798 |
| BRN | 505945 |
| Expositionsgrenzen | Grenzwert für Wasserdampf und Nebel in der Luft: 50 ppm (~125 mg/m³) (ACGIH); TWA 10 mg/m³ (Feinstaub) (MSHA). |
| Dielektrizitätskonstante | 37,0 (20 °C) |
| Funktionen der Inhaltsstoffe in Kosmetika | FEUCHTMITTEL; LÖSUNGSMITTEL; VISKOSITÄTSREGLER |
| InChI | 1S/C2H6O2/c3-1-2-4/h3-4H,1-2H2 |
| InChIKey | LYCAIKOWRPUZTN-UHFFFAOYSA-N |
| LÄCHELT | OCCO |
| LogP | -1,36 bei 25℃ |
| Oberflächenspannung | 47,7 mN/m bei 20 °C |
| CAS-Datenbankreferenz | 107-21-1 (CAS-Datenbankreferenz) |
| NIST-Chemiereferenz | 1,2-Ethandiol (107-21-1) |
| EPA-Stoffregistersystem | Ethylenglykol (107-21-1) |
Sicherheitsinformationen
| Artikel | Einzelheiten |
| Gefahrencodes | Xn |
| Risikohinweise | 22-36-41 |
| Sicherheitshinweise | 26-39-36/37/39 |
| RIDADR | UN3082 |
| WGK Deutschland | 3 |
| RTECS | KW2975000 |
| Selbstentzündungstemperatur | 752 °F |
| TSCA | TSCA gelistet |
| Gefahrenklasse | 9 |
| HS-Code | 29053100 |
| Speicherklasse | 10 - Brennbare Flüssigkeiten |
| Gefahrenklassifizierungen | Akute Toxizität 4 oral; STOT RE 2 oral |
| Daten zu Gefahrstoffen | 107-21-1 (Daten zu Gefahrstoffen) |
| Toxizität | LD50 bei Ratten, Meerschweinchen (g/kg): 8,54, 6,61 oral (Smyth); bei Mäusen (ml/kg): 13,79 oral (Bornmann) |
Produktanwendung von Ethylenglykol CAS-Nr. 107-21-1
Es kann als Frostschutzmittel in Kühl- und Heizsystemen eingesetzt werden. Ebenso ist es geeignet für Hydraulikbremsflüssigkeiten sowie Enteisungsmischungen. Außerdem dient es als industrieller Feuchtigkeitsretter und als Lösungsmittel für Boressigsäure sowie Boratverbindungen in elektrolytischen Kondensatoren.
Diese Substanz dient als Lösungsmittel in den Bereichen Beschichtungstechnik und Kunststoffherstellung. Sie wird außerdem als Rohstoff für die Herstellung von Druckfarben, Flüssigkeiten zur Füllung von Tintenpatronen sowie Tinten für Kugelschreiber verwendet. Zudem fungiert sie als Weichmacher für Zelluloidfolien und als Stabilisierungsbestandteil für sojabasierte Löschschäume, die zur Bekämpfung von Öl- und Benzinbränden eingesetzt werden.
Darüber hinaus wird es weit verbreitet in der synthetischen Herstellung sicherer Sprengstoffe, Glyoxalverbindungen, alkydharzen auf Basis ungesättigter Ester, plastifizierender Zusatzstoffe, elastischer Polymermaterialien, künstlicher Textilfasern wie Terylen und Dacron sowie künstlicher Wachserzeugnisse eingesetzt. Neben industriellen Anwendungen kann es auch zur Erzeugung simulierter Rauch- und Nebeleffekte für Bühnenszenen verwendet werden.
Logistikinformationen
Schnelle Lieferzeit
Lagerbestand: 2-3 Werktage
Neue Produktion: 7-10 Werktage
