Produktdetails
MethansulfonsäureCAS-Nr. 75-75-2
Methansulfonsäure (CH₃SO₃H, MSA) ist eine starke organische Säure. Sie entsteht hauptsächlich durch die chemische Oxidation von Dimethylsulfid in der Atmosphäre. MSA ist biologisch abbaubar und zerfällt zu Kohlendioxid und Sulfat. Dadurch ist sie eine umweltfreundliche Säure mit geringerer Toxizität und weniger Korrosivität als herkömmliche Mineralsäuren. Wässrige MSA-Lösungen werden häufig als Modellelektrolyt in elektrochemischen Prozessen eingesetzt.
Methansulfonsäure ist eine Alkansulfonsäure, bei der eine Methylgruppe direkt an die Sulfogruppe gebunden ist. Sie fungiert als Metabolit in Escherichia coli. Sie wird als Alkansulfonsäure und C1-Verbindung klassifiziert und dient als konjugierte Säure von Methansulfonat.
Chemische Eigenschaften der Methansulfonsäure
| Artikel | Wert |
| Schmelzpunkt | 17-19 °C (Lit.) |
| Siedepunkt | 167 °C/10 mmHg (Lit.) |
| Dichte | 1,475–1,485 g/mL bei 20 °C 1,481 g/mL bei 25 °C (Lit.) |
| Dampfdichte | 3,3 (gegen Luft) |
| Dampfdruck | 1 mm Hg (20 °C) |
| Brechungsindex | n20/D 1.429(lit.) |
| Fp | >230 °F |
| Lagertemp. | 2-8°C |
| Löslichkeit | Wasser: löslich 1.000 g/L bei 20 °C |
| bilden | Lösung |
| pka | -2,6 (bei 25 °C) |
| Spezifisches Gewicht | 1,48 (18/4℃) |
| Farbe | braun |
| biologische Quelle | Synthetik |
| Wasserlöslichkeit | Mit Wasser mischbar. Mit Benzol und Toluol nur bedingt mischbar. Mit Paraffinen nicht mischbar. |
| λmax | λ: 240-320 nm Amax: <0,4 |
| Empfindlich | Lichtempfindlich und hygroskopisch |
| Merck | 14.5954 |
| BRN | 1446024 |
| Stabilität | Stabil. Feuchtigkeitsempfindlich. Unverträglich mit Aminen, Basen, Wasser und gängigen Metallen. Setzt bei Verdünnung mit Wasser eine große Wärmemenge frei. |
| InChI | 1S/CH4O3S/c1-5(2,3)4/h1H3,(H,2,3,4) |
| InChIKey | AFVFQIVMOAPDHO-UHFFFAOYSA-N |
| LÄCHELT | O=S(O)(C)=O |
| CAS-Datenbankreferenz | 75-75-2 (CAS-Datenbankreferenz) |
| NIST-Chemiereferenz | CH3SO3H(75-75-2) |
| EPA-Stoffregistersystem | Methansulfonsäure (75-75-2) |
Sicherheitshinweise
| Artikel | Wert |
| Gefahrencodes | C |
| Risikohinweise | 34-22-21/22-35 |
| Sicherheitshinweise | 26-36-45-1/2-36/37/39 |
| RIDADR | UN 3265 8/PG 2 |
| WGK Deutschland | 1 |
| RTECS | PB1140000 |
| TSCA | TSCA gelistet |
| Gefahrenklasse | 8 |
| Verpackungsgruppe | III |
| HS-Code | 29041000 |
| Speicherklasse | 8A - Brennbare, ätzende und gefährliche Stoffe |
| Gefahrenklassifizierungen | Akute Tox. 4 Akute Hauttoxizität. 4 Oral Eye Dam. 1 Met. Korr. 1 Hautkorr. 1B STOT SE 3 |
| Daten zu Gefahrstoffen | 75-75-2 (Daten zu Gefahrstoffen) |
| Toxizität | LD50 oral beim Kaninchen: 649 mg/kg; LD50 dermal beim Kaninchen: 200–2000 mg/kg |
Produktanwendung von Methansulfonsäure CAS-Nr. 75-75-2
Methansulfonsäure wirkt aufgrund ihrer geringen Flüchtigkeit und guten Löslichkeit in organischen Lösungsmitteln als Katalysator bei Veresterungs-, Alkylierungs- und Kondensationsreaktionen. Sie wird zur Herstellung von Stärkeestern, Wachsoxidatestern, Benzoesäureestern, Phenolestern und Alkylestern verwendet. In Tetrahydrofuran reagiert sie mit Natriumborhydrid zu einem Boran-Tetrahydrofuran-Komplex.
Aufgrund seiner hohen Reinheit und des fehlenden Chloridgehalts wird es in Batterien verwendet. In der pharmazeutischen Industrie dient es der Herstellung von Wirkstoffen wie Telmisartan und Eprosartan. Es findet Anwendung in der Ionenchromatographie und liefert Kohlenstoff und Energie für einige gramnegative methylotrope Bakterien. Zudem ist es an der Peptid-Deprotektion beteiligt.
Schnelle Lieferzeit
Inventur 2-3 Werktage
Neue Produktion 7-10 Werktage
